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Unser Ziel - die vollständige Digitalisierung

Seit 2013 hat Kloeckner Metals Austria (KMA) ein Verkaufsbüro in Ungarn. Von Budapest aus betreut Niederlassungsleiter Gábor Emili mit seinem Team einen lebendigen Markt – mit vielen Wettbewerbern. Seinen Umsatz erwirtschaftet KMA Ungarn schon jetzt nahezu vollständig digital.

Wer an Ungarn denkt, denkt sicherlich an Urlaub am Plattensee, an kulinarische Spezialitäten wie Gulasch oder an die prachtvolle Hauptstadt Budapest. Ungarn hat allerdings eine Besonderheit, die vor allem für unsere Branche spannend ist: Das Land verfügt über bedeutende Bauxitvorkommen und Produktionskapazitäten für Tonerde. Die Aluminiumindustrie ist daher traditionell sehr stark. Für die Automobilindustrie hat sich Ungarn zu einem bedeutenden Standort entwickelt. Hier stehen Werke von Mercedes-Benz, BMW, Suzuki, General Motors und Audi. Auch zahlreiche Bau- und Anlagenbauunternehmen haben sich in Ungarn angesiedelt.

KUNDENBETREUUNG UND VERKAUF IM FOKUS

„Diese Unternehmen wollten wir so effizient wie möglich bedienen“, begründet Markus Kerbler, CEO von Kloeckner Metals Austria, die Entscheidung, ein Team in Budapest aufzubauen. KMA Ungarn betreut Kunden in Ungarn und Rumänien und positioniert sich in beiden Ländern als Spezialist für Aluminium, Edelstahl und Nichteisenmetalle.

Niederlassungsleiter Gábor Emili, Maschinenbauingenieur und Diplom-Ökonom, leitet das ungarische Verkaufsbüro. „Als ich vor acht Jahren anfing, galt es, zuerst einen neuen Fokus zu setzen, um uns im starken Wettbewerbsumfeld zu behaupten. Anfangs gab es noch ein Lager. Weil es kein Schwerpunktlager war, war es leider nicht zukunftsfähig. Wir konzentrieren uns seitdem auf unser Kerngeschäft: Kundenbetreuung und Verkauf“, berichtet er. Zu den größten Kunden gehören neben Abnehmern aus der Automobilbranche auch Großkonzerne wie Siemens, der Induktionsspulen-Spezialist Fastron oder der Automatisierungskonzern KUKA.

DIE KUNDEN AUF DIGITALISIERUNG EINSCHWÖREN

„Das Wichtigste zuerst: Unsere Kunden haben jederzeit Zugriff auf unser digitales Angebot. Im Onlineshop wird nicht nur unser komplettes Programm aus Österreich abgebildet, sondern auch zusätzlich etliche Spezialitäten unserer deutschen Schwesterhäuser und unserer diversen Geschäftspartner. Unsere Kunden haben jederzeit Einsicht in die eigenen Kontraktbestände, können diese sofort abrufen und auch online neu anfragen. Von der Bestellübersicht können die Rechnungen, Lieferscheine und auch die Werkszertifikate heruntergeladen werden. Also besteht für unsere Kunden eine 100-prozentige Übersicht über das eigene Bestellverhalten“, erklärt Markus Kerbler.

Das Team von KMA Ungarn gehörte zu den ersten am Markt, die ihre Kunden auf den Digitalisierungsprozess eingeschworen haben. Und das lief besser als erwartet: „Wir haben bereits im ersten Monat hervorragende Ergebnisse erzielt und halten seither eine digitale Umsatzquote von über 90 %.“ Der Niederlassungsleiter sieht den Grund für den großen Erfolg der Digitalisierung in der gelungenen Informationskampagne. Das Team hat sich stark dafür engagiert, die Kunden von Anfang an mitzunehmen. „Unser Ziel ist die vollständige Digitalisierung. Wir haben den Onlineshop nicht als Alternative, sondern als einzige Möglichkeit präsentiert“, so Gábor Emili.

HERAUSFORDERUNGEN ALS CHANCE BEGREIFEN

Als Automotive-Spezialist kennt Gábor Emili, der mehrere Sprachen fließend spricht, den Markt und die Bedürfnisse der Kunden aus seiner langjährigen Erfahrung in Ungarn und Rumänien. „Unsere Kunden erwarten von uns natürlich schnelle und zuverlässige Lieferungen. Und die Konkurrenz schläft nicht. Aufgrund des großen Bedarfs sind hier fast alle großen Handelsunternehmen ansässig. Und auch wenn wir digital wirtschaften, ist die Beziehung zu den Kunden durch nichts zu ersetzen. Wir können die Kunden in ihrer Muttersprache betreuen, das ist eine große Stärke.“ Im Büro von KMA Ungarn arbeitet aktuell ein fünfköpfiges Team mit jahrelanger kaufmännischer Erfahrung. Gábor Emili plant, sein Team bald um Experten für den rumänischen Markt zu erweitern. Die Herausforderungen der Digitalisierung sieht er als Chance: „Kloeckner Assistant und SDX sind die neuen Plattformen, die die Entwicklungsrichtung vorgeben.“

„Die Eröffnung unseres Vertriebsbüros in Ungarn ist eine Erfolgsgeschichte und spiegelt unsere Digitalisierungsbemühungen wider“, sagt Kloeckner Metals Austria CEO Markus Kerbler. „Über 70 % unserer Kunden haben sich online bereits bei Kloeckner Metals Austria registriert und nutzen zumindest eines unserer digitalen Tools. Dahinter steckt großartige Teamarbeit. Dass die Kunden diese Schritte mitgehen, liegt auch an dem großen Vertrauen, das sie in uns haben. Wir sind Vorreiter und die Kunden nehmen Neuerungen, die wir präsentieren, gut an.“