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ALUMINIUM IN VOLLER FAHRT

Wie vielseitig Aluminium eingesetzt werden kann, zeigt ein ganz besonderes Projekt von Kloeckner Metals Austria: als Silber Sponsor haben wir das Racing-Team der Technischen Universität Wien mit großer Freude unterstützt. Jedes Jahr fertigen dabei Studentinnen und Studenten aus unterschiedlichen Studienrichtungen und Nationen einen neuen Rennwagen an. Spannende Einblicke in die Fertigung des EDGE12 liefert uns Michael Pilgram, COO, im Interview.

Welche Aluminiumteile von Kloeckner Metals Austria wurden für welche Teile im Auto eingesetzt?

Dank des großen Sortiments war es uns möglich nahezu alle Teile aus Klöckner Aluminium zu fertigen. Von großvolumigen Formen für die Carbon-Querlenker über Fahrwerksteile bis hin zum Bremspedal sind alle Teile aus Aluminium von Kloeckner Metals Austria.

Gab es einen bestimmten Grund gerade diese Teile von Kloeckner Metals Austria zu verwenden?

Carbon ist zwar unser bevorzugter Werkstoff, sobald allerdings komplexere oder starkbelastete Teile benötigt werden, greifen wir zu  Aluminium von Kloeckner Metals Austria. Leichtbau hat bei uns oberste Priorität: Stahl ist zu schwer, Titan kaum zu bearbeiten und Kunststoff hat nicht die benötigte Festigkeit. Die gute Bearbeitbarkeit von Aluminium ermöglicht es uns jeden Gramm aus dem Bauteil herauszufräsen und dennoch eine ausreichend hohe Belastbarkeit des Bauteils zu erreichen. Wir nutzen Aluminium auch sehr gerne als Material für Composit-Formen, da es sich sehr schnell polieren lässt und im Vergleich zu Ureol-Formen wesentlich fester und stabiler ist. Außerdem erträgt es alle auftretenden Temperaturen in den Autoklaven. Das macht Aluminium zum metallischen Werkstoff unserer Wahl.

Wurde für dieses Jahr ein Auto gebaut (trotz Corona) und was waren die größten Herausforderungen in dieser Phase?

Von einem Virus lassen wir uns natürlich nicht unterkriegen und auch heuer haben wir ein neues Auto entwickelt und gefertigt! Herausforderungen gab es viele: Zum Höhepunkt der Corona-Zeit mussten auch wir für mehrere Wochen unsere Werkstatt schließen. Dennoch ging die Fertigung im "Home-Workshop" weiter. Gefertigt wurde dann in der Garage vom Großvater statt in der Halle in Wien. Die Absage der Rennevents schmerzt uns natürlich sehr. Die Wettkämpfe, auf die alle im Team gefiebert haben, finden leider nicht statt. Dennoch sind die freundschaftliche Atmosphäre und der interkulturelle Austausch zwischen den konkurrierenden Teams aus aller Welt ein Erlebnis, das ein anstrengendes Jahr wieder wettmacht.

Welche Pläne gibt es für die Zukunft?

Die Entwicklung unseres nächsten Elektro-Boliden ist schon in vollem Gange. Das Antriebskonzept wird von Heckantrieb auf Allrad umgestellt. Um in Zukunft an den "Driverless Bewerben" der Formula Student teilzunehmen, sind wir gerade dabei ein fahrerloses System zu entwickeln.

Kloeckner Metals Austria als bleibender Sponsor für die Zukunft – warum wäre das so wichtig?

Der gesamte Rennbolide besteht im Grunde aus drei Materialien: Carbon, Aluminium und 3D Druck Kunststoff. Für jeden dieser Primärwerkstoffe haben wir einen Hauptlieferanten, auf den wir uns voll und ganz verlassen können. Für Aluminium ist dies Kloeckner Metals Austria. Ein Rennwagen ohne Aluminium wäre nicht fertigbar! Wir freuen uns auf eine weitere gemeinsame Rennsaison und auf eine langjährige Partnerschaft.

In diesem Sinne wünschen wir dem gesamten Team der TUW Racing Wien viel Erfolg! Wir freuen uns über die Zusammenarbeit und spannende Rennen im Jahr 2021!